Schreibmaterial und die Schreiber
Schriftträger
Als Material konnte eine Vielzahl von Werkstoffen dienen. Neben Papyrus kamen
auch Kalkstein-, Ton- (werden auch als Ostraka bezeichnet) oder Holztafeln zum
Einsatz. Am beständigsten waren natürlich die in Stein gehauenen Schriftzeichen.
Da das Papyrus sehr aufwendig in seiner Herstellung war, wurde es oftmals
nur in der Verwaltung und in Tempelanlagen verwendet. Zur Aufzeichnung von
Notizen
und zur Unterrichtung der Schüler wurde Kalkstein-, Holz- oder Tontafeln eingesetzt.
Die Kalksteine wurden nach dem Gebrauch einfach wieder abgeschliffen, die Ton-
und Holztafel mit einer neuen Kalkschicht versehen.
Papyrusherstellung
Das Papyrus wurde aus der gleichnamigen Sumpfpflanze hergestellt, die an den
Ufern des Nils wächst. Die geernteten Stängel wurden in Stücke geschnitten,
entrindet und der Länge nach aufgeschnitten. Anschließend wurden sie in 2 lagen
(die erste quer) übereinander gelegt und kräftig geschlagen, bis der Saft der
Pflanze austrat und die lagen miteinander verleimte. Nachdem die lagen unter
druck getrocknet waren wurden diese mit einem Polierstein geglättet und zugeschnitten.
Schreibgeräte
Als Schreibgeräte dienten lange Zeit Binsen (Sumpfpflanze) die am Anfang wie
ein Pinsel aufgespaltet wurden. Später kamen auch Rohrfedern zum Einsatz.
Schreibfarbe
Die Texte wurden meist in schwarz und die Überschriften und Hinweise in roter
Farbe ausgeführt. Die schwarze Farbe wurde aus Holzkohle oder Ruß gewonnen,
die rote aus Tonerde. Die Farben wurden mit Wachs oder Harz und Wasser zu einen
breiigen Stoff verrührt und konnten dann benutzt werden.
Die Schreiber
Waren vom Berufstand her sehr angesehen, aber die Ausbildung war sehr langwidrig
und begann schon in frühen Kindertagen. Zu den Aufgaben des Schreibers gehörte
auch die Landvermessung, die Festlegung von Steuern sowie die Kontrolle der
Lebensmittel und Tierbestände.
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