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Hieroglyphen im DetailHieroglyphen, Hieratisch, Demotisch Damit man das Schriftsystem der Hieroglyphen verstehen kann, sind einige theoretische Grundlagen notwendig. Zur Umsetzung und Interpretation der Zeichen dient die Umschrift. Für die Ägypter stellten die Hieroglyphen etwas magisches dar, deshalb wurden sie "medu netjer - Worte Gottes" genannt. Die Übersetzung "Heilige Zeichen" stammt von griechischen Besuchern. Die Zeichen wurden früher als reine Bilderschrift interpretiert, was sich heute als falsch erwiesen hat und weshalb auch die Entzifferung erst im 19. Jahrhundert gelang.Ab 2500 v.Chr. unterschied man zwei Schriften, das Hieratisch der Buchschrift, die überwiegend auf Papyrus mit Tinte geschrieben wurde und die Hieroglyphen, welche meist in Stein oder anderen dauerhaften Materialien eingearbeitet waren. Erwähnenswert ist noch eine dritte Schriftart, die kursiv geschriebenen Hieroglyphen, welche aber nur für religiöse Texte Verwendung fand. Ab der zweiten Zwischenzeit entwickelte sich das Hieratisch intensiv weiter und ging ca. 700 v.Chr in das Demotisch über. Es war eigentlich nur eine weitere Verflüssigung der Schrift, wobei alle unnötigen Schnörkel abgelegt wurden. Allen Schriften liegt aber das gleiche Prinzip zugrunde, die Einteilung in Phonogramme (Lautzeichen) und Semogramme (Deutzeichen). Diese beiden Gruppen gliedern sich in weitere Untergruppen auf. Phonogramme in Ein-, Zwei-, Drei- und Mehrkonsonantenzeichen und die Semogramme in Logogramme (Bezeichnung eines Lautwertes) z.B. "Himmel" und Determinative (Kennzeichnung sprachlicher Einheiten) z.B. "Himmelsgöttin". AusspracheEine weitere Besonderheit liegt den Hieroglyphen noch zugrunde, es gab keine Vokale. Bei der Aussprache haben die Ägypter diese einfach mit eingesetzt. Da Altägyptisch aber nun schon seit über zwei Jahrtausenden eine tote Sprache ist, gibt es Probleme mit der richtigen Übersetzung. So kommen auch die recht unterschiedlichen Übersetzungen ein und des selben Namens zustande z.B. Nofretete im deutschen und Nefertiti im englischen. Zuletzt wurden Hieroglyphen vermutlich für eine Inschrift auf der Insel Philae am 24. August 394 n.Chr. eingesetzt. Danach finden sich nur noch Schriften die in Demotisch und später in koptisch verfasst wurden.Die Umschrift (Transkription)Eine Tabelle der Umschrift auf dieser Homepage finden Sie hier. Leider hat sich bisher kein einheitliches Umschriftsysteme entwickelt. Dieses erklärt auch weshalb in der Literatur andere abweichende Systeme benutzt werden können.Zur SchriftDie wichtigste Information zum Verständnis für diese Schrift ist, dass es keine Vokale gab. Diese wurden erst beim lesen mit eingefügt, ähnlich wie die Abkürzungen in einem Anzeigentext. (...318i EZ 7/98 45TKM, 85KW...) Heute ist man dazu übergegangen zwischen den Konsonanten einfach den Buchstaben "e" einzufügen bzw. bei Konsonanten die Vokalen nahe stehen, diese als a, i und u auszusprechen. Diese Regelung ist nur für den deutschsprachigen Raum anzuwenden.SchriftrichtungDie Schriftrichtung konnte sowohl von links nach rechts als auch von rechts nach links angeordnet werden und unterlag nur ästhetischen Regel, außerdem war man bemüht die Zeichen in wohlgeformten Quadraten unterzubringen. Die Schriftrichtung lässt sich aber leicht feststellen, da die Zeichen dem Leser immer entgegen blicken (am deutlichsten bei der Darstellung von Hieroglyphen in Tierform). Die SchriftzeichenklassenHieroglyphen werden in zwei Hauptklassen unterschieden, welche sich in weiteren Untergruppen aufteilen. Eine genauere Erklärung gibt es dann auf den einzelnen Seiten.SemogrammePhonogramme
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